Blogpost Reflektionen 2019

Reflektionen 2019

(von Hanna)

Ein Jahr des Reisens_Sabbatical_Auszeit_neuanfang

Ein Jahr des Reisens

2019 war für mich ein Jahr des Reisens. 

Noch Anfang des Jahres reiste ich während meines Sabbaticals durch Australien bevor ich nach Deutschland zurückkehrte und über meine Zukunft nachdachte. Auf meiner 7-monatigen Reise durch Südostasien und Australien verbrachte ich viel Zeit draußen und entdeckte meine Verbundenheit zur Natur wieder. 

Zerbrechlichkeit der Welt & Umdenken

Zerbrechlichkeit der Welt & Umdenken

Es tat mir gut im leicht plätscherndem Bach das Wasser an mir vorbei fließen zu fühlen, im kristallklaren Ozean neben Schildkröten zu tauchen, an einsamen weißen Stränden meine Füße in den Sand zu graben, in jahrhunderte alten tropischen Regenwäldern die Magie der Natur zu spüren. Jedoch sah ich auch die menschengemachten Veränderungen durch gebleichte und zerbombte Korallenriffe, Fische die an Plastikflaschen im Meer knabberten, Abfallberge und Müllverbrennung am Straßenrand sowie stundenlange Fahrten entlang von Palmölplantagen.

Nie zuvor fiel mir die Zerbrechlichkeit unserer Welt auf. Nie hatte ich vorher viel über die Klimakrise nachgedacht. Nie hatte ich meine eigene, privilegierte Lebensweise und meinen Einfluss auf diese Welt hinterfragt. Zu viele Eindrücke einer sich verändernden und verschmutzen Welt, die ich so vorher nicht wahrgenommen hatte, setzen sich immer mehr in meinem Kopf fest. 

Rückschläge & hoher Zeitaufwand

Veränderung, Rückschläge & hoher Zeitaufwand

Zurück in Deutschland fing ich deshalb an mein eigenes Leben nachhaltiger zu gestalten. Als erstes zogen festes Shampoo und Seife sowie Apfelessig in meine Dusche ein. Ziemlich zeitgleich folgten Kaffeebecher, Trinkflasche und Lunchbox für unterwegs, um Einweg durch Mehrweg zu ersetzen. Fürs Einkaufen von Obst, Gemüse und Brot nahm ich eigene Beutel und Netze mit um auf Plastiktüten und Verpackungen zu verzichten. Verstärkt achtete ich auf regionale, unverpackte und Bio-Lebensmittel. Nach einem 3-wöchigen Experiment auf Fleisch zu verzichten wurde ich zu 99% Vegetarier. Gefühlte Rückschläge bei der Wahl einer Plastikverpackung im Supermarkt, dem vergessenen Brotbeutel oder aufwallender Flugscham zeigten mir immer wieder: 

Ich war erneut auf einer Reise, einer Reise zu mehr Nachhaltigkeit und Wertschätzung der Welt in der ich lebe. Viel Zeit verbrachte ich damit mich zu informieren, zu lernen und abzuwägen: Welches Produkt ist gut und warum, welche Siegel gibt es, wieso kosten nachhaltige Produkte mehr, was heißt fair hergestellt, was macht dieses Mikroplastik eigentlich, ...?

Tausende von Fragen, auf die es nicht immer die perfekte Antwort gibt und mit denen ich mich auch weiterhin häufig befasse.

Gründung wonderwell: Alle sollen einfach nachhaltig einkaufen können

Gründung wonderwell: Alle sollen einfach nachhaltig einkaufen können

Mit der Gründung von wonderwell möchte ich euch, vereinfacht gesagt, diese Zeit des Suchens abnehmen. Es soll einfach sein, nachhaltige Produkte an einem Ort, aus einer Hand zu bekommen. Und das egal, wo man wohnt. 

Mittlerweile sind über 350 nachhaltige Produkte für Bad, Küche und unterwegs bei uns im Shop eingezogen. Besonders freut es mich, dass durch jede eurer Bestellungen tolle Projekte beim WWF zur Verhinderung von Plastikmüll im Meer sowie bei Plant-for-the-Planet beim Pflanzen von Bäumen unterstützt werden können.

Ich bin auch weiterhin auf einer Reise und ich bin so richtig unglaublich dolle dankbar, dass ihr ein Teil davon seid! DANKE! 

Meine wichtigsten Gedanken zum Schluss: Jeder Schritt zählt & jeder Einkauf ist ein Stimmzettel!

Eure Hanna

PS: Wie immer freue ich mich über eure Anregungen, Feedback, Meinungen oder sonstige Nachrichten an info@wonderwell.eco!