Nachhaltig unterwegs: Balance finden

Nachhaltig unterwegs

Reisen & Nachhaltigkeit? Wie wir eine Balance finden können.

Vielfalt auf der Erde schützen

Wundervolle Erde

Wer reist, lernt die wunderbare Vielfalt unserer Erde lieben. Welch einen Reichtum an Landschaften, Pflanzen, Lebewesen und Lebensweisen bietet die Welt! Welch eine Freude macht es, in die Fremde einzutauchen und zu lernen, auf wieviele Weisen Menschen ihr Leben gestalten können. Wer diese Fülle schätzen gelernt hat, wird auch bereit sein, sie zu schützen.

Zerstörung der Natur

Zerstörung der Natur durch Reisen

Andererseits: Wer reist, kann die Schönheit, die er sucht, durch sein Reisen auch zerstören.

Der Weg zum Ziel verbraucht Treibstoff, am meisten beim Fliegen. Ein Flug von Berlin nach Mallorca zum Beispiel setzt so viel CO2 frei wie ein halbes Jahr Autofahren. Am Ziel nutzt der Reisende Angebote, die das Leben der Einheimischen belasten können. Er nutzt Wasser in Pools und zum Duschen. Er hinterlässt Abfall. In südlichen Ländern verbraucht er eine große Menge Trinkwasser, meist in Plastikflaschen angeboten, die dann in der Umwelt landen. Große Hotelanlagen verändern die Landschaft. Der Tourist stört die Tier- und Pflanzenwelt durch seine bloße Anwesenheit. Wenn es ganz schlecht läuft, wird die Kultur der Einheimischen als folkloristische Unterhaltung ausgebeutet.

Reisen ist ein Widerspruch

Reisen ist ein Widerspruch

Der Reisende sucht die unberührte Natur, die authentische fremde Welt, den freundlichen Kontakt mit den Einheimischen. Diese gute Absicht aber berührt die Natur, verändert die fremde Welt und verwandelt menschlichen Kontakt in eine Geschäftsbeziehung.

Den Horizont erweitern oder daheim wandern?

Den Horizont erweitern

Wie alle Widersprüche lässt sich auch dieser nicht auflösen. Am nachhaltigsten reist, wer zu Hause wandern geht. Bloß erweitert das nicht den Horizont. „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben“, sagte Alexander von Humboldt, der berühmte Reisende. Versuchen wir also eine Annäherung an nachhaltiges Reisen.

Reisen kann Wohlstand bringen

Aber wie sieht nachhaltiges Reisen aus?

Was wäre das denn: nachhaltiges Reisen? Einfach gesagt: Reisen, welches möglichst wenig Schäden an Kultur, Wirtschaft und Umwelt am Zielort verursacht. Oder noch besser: Reisen, das durch das Geld, welches wir an der richtigen Stelle ausgeben, ein wenig zum Wohlergehen vor Ort beiträgt.

Klar also, worauf wir achten sollten: 

- Möglichst per Bus oder Bahn zum Ziel kommen. Wenn fliegen unvermeidbar ist, sollte man den CO2 Ausstoß kompensieren (zum Beispiel über atmosfair). Am Reiseziel Fahrrad und Öffentliche Verkehrsmittel nutzen. 

- Unterkünfte suchen, die von Locals geführt werden, damit diese unser Geld bekommen und nicht große Touristik-Unternehmen.

- In Regionen mit Wasserknappheit Wasser sparen, z.B. beim Duschen. Und: Muss es immer ein Hotel mit Pool sein, wenn das Meer in der Nähe ist? 

- Möglichst wenig Müll hinterlassen – auch im Urlaub die eigene Wasserflasche, den ToGo-Becher dabeihaben. All die Plastikflaschen, aus denen Touristen ihren Trinkwasserbedarf stillen, schwimmen vor allem in Asien ein paar Tage später in Flüssen und im Meer. Über die App RefillMyBottle findest Du ganz leicht Geschäfte weltweit die kostenlos Dein Wasser auffüllen.

- Kosmetika und Körperpflegeprodukte ohne Polymere, Palmöl und andere problematische Stoffe verwenden. Außerhalb Europas, wo es kaum funktionierende Kläranlagen gibt, landen Mikroplastik und chemische Zusatzstoffe zu 100% direkt in Flüssen und Grundwasser. Biologisch abbaubare, feste Shampoos und Deos bieten sich auf Reisen auch deshalb an, weil sie besser transportierbar sind und zum Beispiel beim Fliegen mit ins Handgepäck dürfen. 

- Einkaufen in kleinen einheimischen Geschäften stärkt die örtliche Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Das gleiche gilt fürs Essen im inhabergeführten Restaurant abseits der großen Touristenhotels. Lebensmittel erwirbt man am besten auf den örtlichen Märkten. Lunchbox und Bambusbesteck fürs Picknick hat der nachhaltig Reisende von zu Hause mitgebracht.  

Reisen genießen und die Natur respektieren

Reisen ist vor allem eine Sache des Respekts

Im übrigen hilft es, den Besserwisser zu Hause zu lassen. Anderswo machen die Menschen vieles anders als wir. Sie werden ihre Gründe dafür haben.

Manchmal geht es ihnen damit schlecht, und wir sind entsetzt. Man kann dann nach der Reise darüber nachdenken, ob man helfen kann ihr Leben zu verbessern. Manchmal geht es ihnen aber auch gut, obwohl sie Dinge tun, an die wir nicht mal im Traum gedacht hätten. Dann kann man darüber nachdenken, ob man von ihnen lernen kann.

Nachhaltig Reisen ist vor allem eine Sache des Respekts vor der fremden Natur und der fremden Kultur. Wer den nicht aufbringen will, kann ja zu Hause wandern gehen.

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