Plastikfreie(re) Küche: 10 Tipps für Alternativen

Plastikfreie(re) Küche:

10 Tipps für Alternativen 

Bewusst oder unbewusst haben und benutzen wir alle einen Berg von Plastik in unseren Küchen.

Hier wollen wir zehn hilfreiche Tipps mit euch teilen, um Plastik in Deiner Küche zu reduzieren:

1. Reinigungsmittel sparsamer verwenden, auf recycelte Produkte mit z.B. Zuckertensiden achten oder selber machen

1. Reinigungsmittel sparsamer verwenden, auf recycelte Produkte mit z.B. Zuckertensiden achten oder selber machen

Bei allen Reinigungsmitteln am wichtigsten: Nicht zu viel verwenden! Sparsamer Umgang mit dem Inhalt bedeutet auch: weniger Müll. Große Aufschriften mit “Verursacht Hautreizungen” sind für einen Bereich in dem man Lebensmittel verwendet mit Vorsicht zu benutzen.

Viele Reinigungsprodukte enthalten außerdem schwer abbaubare Tenside aus Erdöl sowie synthetische Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Diese Stoffe können unsere Haut und Schleimhäute angreifen. Und umweltschädliche Stoffe gelangen über den Abfluss auch in unser Abwasser.

Alternative Produkte aus recyceltem Plastik und auf natürlicher Basis z.B. Zuckertenside und natürliche Farb- und Duftstoffe sowie ohne Chlor, Phosphate, Mikroplastik sind hier ein guter Start. Für diejenigen die komplett Zero Waste wollen kann man aus Olivenölseife, Natron und Wasser ruckzuck eigenes Reinigungsspüli günstig herstellen.

2. Abwaschen mit wiederverwendbare Schwämme & Putztücher sowie Bürsten

2. Abwaschen mit wiederverwendbaren Schwämmen & Putztücher sowie Bürsten

Einwegschwämme und Putztücher sind oft ebenso wie Reinigungsmittel mit Kunststoff oder Erdöl hergestellt. Umweltfreundliche Alternativen, wie waschbare Schwämme, natürliche Bürsten und Luffa Schwämme sind schneller abbaubar sowie aus natürlichen Materialien hergestellt. Zudem kannst Du natürliche Schwämme waschen und dann lange immer wiederverwenden.

3. Frischhalten mit Bienenwachstücher & Kochen mit Butterbrotpapier

3. Frischhalten mit Bienenwachstüchern & Kochen mit Butterbrotpapier

Frischhaltefolie lässt sich ersetzen durch Aufbewahrungsdosen oder -gläser. Einpacken und zudecken kann man ganz leicht mit einem Bienenwachstuch. Alles kann man vielseitig nutzen und nicht nur in den Kühlschrank, sondern auch für Vorratsschränke und unterwegs nutzen.

Ebenso Alufolie: Ein Knaller was die verbrauchte Energie in der Herstellung angeht. Daher fürs Kochen & Mitnehmen umsteigen auf altbewährtes klassisches Pergamentpapier, auch Butterbrotpapier genannt. Wir haben ein paar tolle Rezepte damit fürs Backen oder Dünsten ausprobiert.

4. Kochutensilien aus Holz- oder Bambusprodukte

4. Kochutensilien aus Holz oder Bambus

Kochutensilien und Brettchen: Hast Du schon mal überlegt, wie viel Mikroplastik ihr beim Schneiden auf dem Brettchen oder dem steten Rühren im Kochtopf selber esst?

Alternativ könnt ihr auf natürliche Holz- oder Bambusprodukte umsteigen.

5. Saisonal einkaufen gehen

5. Saisonal einkaufen gehen

Saisonale Produkte einkaufen: Spargel- und Erdbeerzeit sind sicherlich mit die beliebtesten saisonalen Nahrungsmittel. Aber ganzjährig verfügbare Weintrauben kommen oft von weit weg oder werden mit unglaublichem Energieaufwand für Wärme und Wasser herangezüchtet. Zudem sind saisonale Produkte preiswerter und werden mittlerweile (fast überall) auch ohne Plastik angeboten.

6. Ohne Verpackung einkaufen

6. Ohne Verpackung einkaufen

Erlebnis unverpackt einkaufen: Plastiktüten sowie Lebensmittel-Verpackungen gehören mit zu den häufigsten in den Meeren gefundenen Abfällen.

Das Ersetzen durch natürliche Baumwollbeutel und -netze sowie Aufbewahrungsdosen für den Einkauf gehört zur Grundausstattung für die plastikfreiere Küche. So können im Supermarkt, beim Bäcker, auf dem Markt, im Unverpackt Laden & unterwegs viele Plastikverpackungen gespart werden.

Wenn Du immer einen Beutel und eine Dose dabei hast, bist Du auch für die Spontankäufe gewappnet.

7. Leitungswasser trinken

7. Leitungswasser trinken

Steig auf Leitungswasser um: Leitungswasser in Deutschland ist (fast) überall die Wucht. In ne schicke Trinkflasche aus Glas, vielleicht noch mit ein bisschen Geschmack mit frischer Zitrone, Ingwer oder Gurke und und es fällt überhaupt kein Plastik an. Vielleicht noch ein Sprudler, wer etwas Blubber im Wasser mag.

8. Kaffee & Tee in loser Form

8. Kaffee & Tee in loser Form

Tee und Kaffee haben verschiedenste Probleme.

Zunächst einmal werden sie häufig unter nicht fairen Bedingungen hergestellt. Dies kann man durch das achten auf Siegel, wie Fairtrade oder GEPA, ausschließen. Aluminium- sowie Plastikkapseln sind zwar gut für das Aroma und einfach Nutzung des Kaffees, aber furchtbar für die Umwelt aufgrund der aufwendigen Herstellung sowie der schlechten bis überhaupt nicht vorhandenen Recycling Möglichkeit durch den enthaltenen Kaffee in der Kapsel.

Umweltfreundlicher bist Du mit Filterkaffee, French Press, Aeropress oder der Bialetti unterwegs, welche, neben tollem Geschmack, auch aktuell trendige Produkte in Deine Küche bringen. Tee in Beuteln enthält häufig verstecktes Plastik, um die Beutel bei Hitze stabiler zu machen. Um Nylon und Polypropylen zu entsagen, kannst Du entweder losen Tee kaufen oder darauf achten, dass Beutel, Faden und Anhänger aus Naturfasern gemacht sind.

9. Glas- oder Bambushalme verwenden

9. Glas- oder Bambushalme verwenden

Für den nächsten schicken Gin- oder Cocktailabend setze auf Glas- oder Bambushalme anstatt auf Plastik. (Mehr über Plastikstrohhalme findest Du in diesem Blogartikel)

10. Leider noch Zukunftsmusik: Mülltüten

10. Leider noch Zukunftsmusik: Mülltüten

Erste Mülltüten ohne Plastik, nämlich aus wasserlöslichem Cassava, gibt es leider derzeit nur in Indonesien. Wir hoffen diese schwappen bald nach Europa, denn die hier angebotenen Alternativen aus Bio-Kunststoff (PLA u.ä.) sind aufgrund der technischen Voraussetzungen derzeit leider nicht recycelfähig.

Starten in die plastikfreie(re) Küche.

Finde Deinen Weg für eine plastikfreie(re) Küche

Ok, fairerweise waren es 9 Tipps die wir mit euch für eine plastikfreier Küche teilen konnten. Wir hoffen auf viele weitere in der nahen Zukunft. Für eine Menge weniger Plastik in euren Küchen sind unsere Tipps auf jeden Fall ein super Start.

Schreibt uns gerne an info@wonderwell.eco für Feedback und eure Tipps für eine plastikfreiere Küche.