Blog: Nachhaltig ist teuer, oder? Beispiele wie nachhaltig langfristig preiswerter ist

Nachhaltig ist teuer

Oder?

Langfristig ist nachhaltig preiswerter. Anfangskosten höher aufgrund Qualität und nachhaltiger Herstellung  sowie Rohstoffe.

Anschaffungskosten vs. langfristige Nutzung

„Ich würde gerne umweltbewusster leben, aber das kann ich mir nicht leisten“. Das sagen viele, und sie haben Recht – wenn sie nach nur ein oder zwei Monaten das nachhaltige Einkaufen wieder einstellen und weitermachen wie vorher. Teurer ist nämlich vor allem der Einstieg ins nachhaltige Leben. Auf längere Sicht gleicht sich der Preisunterschied aber aus, weil man die Dinge viel länger verwenden kann. 

Fair und ökologisch hergestellte Produkte sind natürlich in der Anschaffung teurer als herkömmliche Ware. Das müssen sie auch sein – wie sollten sonst gute Löhne für ihre Herstellung gezahlt und gute Rohstoffe verwendet werden. Gute Rohstoffe und gute Verarbeitung bedeuten aber zugleich längere Lebensdauer. 

Machen wir es konkret:

Beispiel 1: Wiederverwendbare Abschminkpads. Make up Remover, Entfernung. Zero Waste Badezimmer, plastikfreies Bad

Beispiel 1: Wiederverwendbare Abschminkpads

Ein Plastikbeutel mit 60 Abschminkpads kostet so um einen Euro – 5 waschbare Abschminkpads rund 10 Euro. Verwendet man 4 Wegwerf-Pads pro Tag, ist der Beutel nach 15 Tagen leer. Nach 150 Tagen, also einem halben Jahr, sind 10 Euro ausgegeben. Von nun an spart man mit waschbaren Pads alle 15 Tage einen Euro, denn die halten bestimmt ein Jahr durch.

Beispiel 2: Wiederverwendbare Küchenschwämme / Topfreiniger. Zero Waste Küche. Plastikfreier Haushalt

Beispiel 2: Wiederverwendbare Küchenschwämme

Eine Packung mit 6 Topfreinigern, normalerweise komplett aus Plastik,  ist für 1,65 Euro zu haben. Zwei waschbare Topfreiniger kosten 9 Euro. Die Wegwerfdinger sind nach einem Monat im Müll, nach 6 Monaten haben sie mich 9,90 Euro gekostet. Wieder spare ich nach einem halben Jahr jeden Monat 1,65 Euro, denn die waschbaren Topfreiniger reinigen und reinigen …

Beispiel 3: Nassrasierer. Rasierhobel hello simple. Rasierseife Lamazna. Rasierklingen ASTRA. Plastikfreies Badezimmer. Zero Waste Bad. Rasur

Beispiel 3: Nassrasierer

Ein handelsüblicher Frauenrasierer kostet rund 12 Euro. Für einen ordentlichen Rasierhobel (früher hieß das Teil mal Nassrasierer und wurde von vornehmen Herren benutzt) muss man etwa das Vierfache hinlegen. Aber: Die Plastik-Ersatzköpfe für die herkömmlichen Rasierer sind richtig teuer, so etwa 3 Euro je Kopf. Ersatzklingen für Rasierhobel kosten nur um die 15 Cent je Stück. Wenn man also alle zwei Wochen den Plastikkopf des gewohnten Rasierers wechselt, ist man nach 6 Monaten 36 Euro losgeworden. Und siehe da: Nach einem halben Jahr spart der nachhaltige Rasierhobel jeden Monat 6 Euro.

Beispiel 4: Lunchbox, Brotbox, Bentobox

Beispiel 4: Lunchbox

Das Brötchen von der Bäckerei, wenn Du unterwegs bist, kostet mindestens 3 Euro. Ein Kantinenessen schlägt mit ungefähr 4 Euro zu buche. Nur einmal die Woche Bäckerei oder Kantine kostet mich somit im halben Jahr 90 Euro. Eine Lunch- oder Brotbox gibt es schon ab 20 Euro zu kaufen. Investiere ich in eine Dose spare ich dadurch nicht nur Müll, sondern kann mein gesundes Lieblingsessen günstig direkt von daheim mitnehmen. Halten tun diese übrigens (fast) ewig...

Nachhaltig ist günsiger bei längerem Durchalten.

Nachhaltig kann man sich also leisten, man muss nur lange genug durchhalten. Oder was meint ihr?

Schreibt mir auch gerne eure Meinungen an info@wonderwell.eco.